Mit dem eigens zum Schuljubiläum entstandenen Theaterstück „Die Akte – Der Junge, der sich widersersetzte“ setzten unsere Schülerinnen und Schüler ein eindrucksvolles Zeichen gegen das Vergessen. An zwei Aufführungsabenden erlebte das Publikum eine rund 45-minütige Inszenierung, die auf einer historischen Akte aus dem Jahr 1941 basiert und die Geschichte des Schülers Horst Denzler erzählt. Das Stück macht eindrücklich deutlich, wie schnell Freiheit, Demokratie und Meinungsfreiheit in einer Diktatur verloren gehen können.

Die Resonanz der Zuschauerinnen und Zuschauer war überwältigend. Joachim Held zeigte sich tief bewegt:
„Zum Schuljubiläum ein sehr bewegendes Stück über die Situation in unserer Schule im Nazi-Deutschland. Kerstin Brune hat aus der Dokumentation in der Akte über einen eigentlich nichtigen Vorfall ein sehr bewegendes Theaterstück geschrieben. Sehr sehenswert!“
Dass das Thema auch junge Menschen über die Stadtgrenzen hinaus erreicht, bewiesen Leonie und Ben vom Niklas-Luhmann-Gymnasium in Oerlinghausen. Sie fassten ihre Eindrücke mit den Worten zusammen:
„Heutzutage sieht man so etwas nicht.“
„Es ist wichtig, dass das thematisiert wird.“
Auch aus der Elternschaft gab es großes Lob:
„Es ist super gelungen, das Thema in dem Stück umzusetzen. Es hat mich abgeholt und sehr gerührt.“
Besonders hervorgehoben wurde zudem die musikalische Gestaltung. Ein Helmholtz-Lehrer lobte die einfühlsame Begleitung am Klavier:
„Die Klavierstücke waren sehr passend ausgewählt.“

Ein herzlicher Dank gilt allen Mitwirkenden auf und hinter der Bühne, insbesondere der Autorin Kerstin Brune, den Schauspielerinnen und Schauspielern, den Musikerinnen und Musikern sowie allen Unterstützerinnen und Unterstützern, die dieses besondere Theaterprojekt ermöglicht haben. Mit „Die Akte“ ist ein beeindruckendes Stück Erinnerungskultur entstanden, das die Zuschauerinnen und Zuschauer nachhaltig zum Nachdenken angeregt hat.
Angela Barner



