Exkursion des Biologie LK zum Teutolab

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Wir vom Helmholtz, der Biologie-LK der Q2, waren am 8. September 2026 gemeinsam mit unserem Tutor Herrn Mühlenhoff und 19 Mitschülerinnen und Mitschülern am Obersee und am Johannisbach. Dort nahmen wir an einer vom Teutolab Bielefeld veranstalteten Exkursion zum Thema „Gewässerökologie“ teil. Ausgangsfrage war zum einen, ob das Wasser des Johannisbachs trinkbar ist.

Um uns mit dieser Frage auseinanderzusetzen, haben wir verschiedene chemisch-physikalische und biologisch-ökologische Parameter untersucht.
Um herauszufinden, ob das Wasser des Johannisbachs trinkbar ist, führten wir verschiedene Untersuchungen zur Wasserqualität durch. Zunächst entnahmen wir Wasserproben und untersuchten diese mithilfe verschiedener Testreagenzien auf Nitrat und Phosphat. Die Wasserproben blieben dabei weitgehend farblos bzw. leicht gelblich, was auf einen eher geringen Nitrat- und Phosphatgehalt hindeutet. Außerdem bestimmten wir den pH-Wert, der bei 8 lag.

Anschließend begaben wir uns auf die Suche nach verschiedenen Bachlebewesen. Dabei bestimmten wir die vorkommenden Arten und untersuchten ihre Häufigkeit. Dies ist besonders interessant, da bestimmte Lebewesen als sogenannte Zeigerarten auf besondere Eigenschaften und die Qualität eines Gewässers hinweisen.

Mithilfe der gefundenen Lebewesen und ihrer Häufigkeit konnten wir anschließend den Saprobienindex des Johannisbachs berechnen. Nach unserer Berechnung war das Wasser mäßig belastet. Ein hoher Saprobienindex weist dabei auf eine geringere Wasserqualität hin, während ein niedriger Saprobienindex für eine bessere Wasserqualität und eine geringere organische Belastung spricht. Die gefundenen Zeigerarten ermöglichten uns somit, die Wasserqualität des Johannisbachs genauer einzuschätzen.

Im Rahmen der Exkursion beschäftigten wir uns auch mit der Frage: „Warum sollte man Enten nicht mit Brot füttern?“ Um die Auswirkungen des Fütterns auf das Gewässer besser zu verstehen, führten wir am Obersee verschiedene Untersuchungen durch. Zunächst bestimmten und zählten wir die vorkommenden Vogelarten. So konnten wir einen Eindruck von der Artenvielfalt und der Bedeutung des Obersees als Lebensraum für Wasservögel bekommen. Anschließend untersuchten wir die Wasserqualität anhand verschiedener chemisch-physikalischer Parameter, darunter Temperatur, pH-Wert und Sauerstoffgehalt. Diese Werte geben Aufschluss über die Lebensbedingungen im Gewässer.

Dabei wurde deutlich, dass auch scheinbar harmloses Entenfüttern Auswirkungen auf ein Gewässer hat. Nicht gefressenes Brot und andere organische Stoffe können die Nährstoffbelastung erhöhen, das Algenwachstum fördern und beim Abbau Sauerstoff verbrauchen. Unsere Untersuchungen machten somit anschaulich, warum Enten besser nicht mit Brot gefüttert werden sollten und wie wichtig ein bewusster Umgang mit unseren Gewässern ist. Insgesamt ermöglichte uns die Exkursion einen praxisnahen Einblick in die Arbeit eines Ökologen und sorgte für viele Aha-Momente.

Lorendah Sido (Helmholtz-Gymnasium) und Max Grübel (Ceciliengymnasium)