"Es ist eine Geschichte über Musik und Schönheit, Enge und Verbohrtheit, über das Erwachsenwerden und die Nachkriegszeit, verzweifelte Lebenslügen und feigen Verrat - und wenn man ganz am Schluß den Prolog noch einmal liest, dann wächst der Roman zu einem wunderbaren Kunstwerk zusammen. Daß dieses Kunstwerk sogar auch komisch ist, ist ein besonderer Verdienst des Autors, der in den Niederlanden zu den Großen zählt."
Elke Heidenreich, Buchrückentext der Taschenbuchausgabe aus dem Piper-Verlag
Eine Autorenbiografie
Hart, Maarten ’t (*1944), niederländischer Schriftsteller. Mit dem Kriminalroman Het woeden der gehele wereld (1993; Das Wüten der ganzen Welt) über die Vergangenheit eines Komponisten wurde er auch in Deutschland einem breiteren Publikum bekannt.
Maarten ‘t Hart wurde am 25. November 1944 in Maassluis bei Rotterdam geboren und wuchs in einer streng calvinistischen Familie auf. Er studierte Verhaltensforschung in Leiden; nach einer kurzen Tätigkeit als Biologielehrer kehrte er an die Universität zurück und promovierte 1978. Als Rattenspezialist begleitete er Werner Herzog bei dessen Dreharbeiten zu Nosferatu. Phantom der Nacht (1978), in dem tausend Ratten eine gewisse Rolle spielen - ein Ereignis, das er in der Titelgeschichte des Bandes Ongeweeste zeereis (1979; Eine unfreiwillige Seereise) festhielt, zugleich eine Kritik am Regisseur, der kein Verständnis für das Verhalten der Tiere aufbrachte und sie als Requisiten versachlichte. Seit 1971 veröffentlicht der Einzelgänger der niederländischen Literatur Romane, in denen er die Erfahrungen seiner von Religion und Einsamkeit geprägten Kindheit und das Thema latenter Homosexualität verarbeitet; hierzu gehörten Stenen voor een ransuil (1971; Steine für eine Waldohreule) und Ik had een wapenbroeder (1973; Ich hatt’ einen Kameraden). Sein 1981 von Ate de Jong verfilmter Roman Een vlucht regenwulpen (1978; Ein Schwarm Regenbrachvögel) und das inhaltlich anschließende Werk De aansprekers (1979; Die Leichenbitter) sind ebenfalls pessimistische Darstellungen isolierter, von engen konfessionellen Bindungen gehemmter und im Verhältnis zu Elternhaus sowie zu Frauen gestörter Männer.
Nach dem an musikalischen Strukturen orientierten Roman De droomkoningin (1980; Die Traumkönigin) erschien 1984 die Autobiographie Het roer kann nog zesmal om (Das Ruder kann noch sechsmal gewendet werden). Die folgenden Romane, Erzählungen und Essays ‘t Harts wiederholten die bewährten Inhalte und Kompositionsmuster. 1989 kam mit Kronvittnet eine Literaturverfilmung ‘t Harts von dem schwedischen Regisseur Jon Lindström in die Kinos. In den neunziger Jahren konnte ‘t Hart mit den Romanen Onder de korenmaat (1991; Unter dem Scheffel) und Het woeden der gehele wereld (1993; Das Wüten der ganzen Welt) neue literarische Impulse setzen; Letzterer wurde ein internationaler Bestsellererfolg und mehrfach ausgezeichnet. Neuere Werke des Autors sind Het gebergte. De tweeënviftig romans van S. Vestdijk (1996, gemeinsam mit H. Corstius), De nakomer (1996) und Wie God verlaat heefts niets te vrezen.De Schrift betwist (1997) 1 .
Quellen:
1: "Hart, Maarten ’t," Microsoft® Encarta® Enzyklopädie 2000. Autor: Christoph Nettersheim
Maarten t'Hart: Das Wüten der ganzen Welt:
In "Das Wüten der ganzen Welt" werden verschiedene Motive behandelt bzw. thematisiert. In diesem Buch gibt es Aspekte eines Kriminalromans, eines Entwicklungsromans und eines Bildungsromans, sowie das Thema der Bedeutung bzw. der Wirkung von Musik und Religion.
Der Roman spielt in der südniederländischen Kleinstadt Maassluis, wo der Protagonist seine Kindheit verlebt. Ein weiterer Schauplatz im fortgeschrittenen Roman ist die Universitätsstadt Leiden, wo er Pharmazie studiert, sowie das nahegelegene Voorschoten, in dem sein Professor wohnt. Am Rande des Romans werden Hoek van Holland, wo 1940 ein Fluchtversuch nach England scheitert, und Vlaardingen, in dem die Mutter eines ermordeten Polizisten wohnt, erwähnt.
Vorgeschichte:
Der Schiffer Willem Vroombout setzt während des Krieges am 14.5.1940 mit seinem Kutter von den Niederlanden aus Kurs auf Harwich in England. Außer ihm sind sieben Mann Besatzung und sieben Flüchtlinge, nämlich drei jüdische Ehepaare und eine Engländerin, an Bord. Einer der Flüchtlinge ist der talentierte Geiger Oberstein, dem zusammen mit seiner Frau die Fluchtmöglichkeit von Apotheker Simon Minderhout vermittelt wurde. Auf der Überfahrt wird der Kutter von einem deutschen Unterseeboot gestoppt und gesprengt, nachdem die Besatzung gezwungen wurde, in die Beiboote zu steigen und in diesen nach Hoek van Holland zurückzurudern. Der Kapitän bleibt alleine auf dem Schaden sitzen und er bekommt nicht einmal das Fahrgeld, weil die Passagiere nicht in Harwich angekommen sind.
Das Ehepaar Goudveyl verzog am Ende des 2. Weltkrieges in die Kleinstadt Maassluis. Im Alter von über 40 Jahren wurde dem kinderlosen Paar doch noch ein Sohn "geschenkt". Dieser wächst dort als Fremder und ohne Freunde auf. Er ist ständig Attacken der anderen Kinder ausgesetzt. Als ihn dann auch noch der Dorfpolizist sexuell belästigt, ist für ihn klar, dass "Gott ihn zu töten sucht". Doch am 22.12.1956 wird eben dieser Polizist hinter seinem Rücken erschossen. Als Alex sich umdreht, sieht er hinter sich einen auf ihn zielenden Mann, von dessen Gesicht er hinter Schal und Hut nur die rotglühenden Augen sieht. . .
"Das Wüten der ganzen Welt" als Kriminalroman:
Alexander Goudveyl, die Hauptperson, spielt am 22.12.1956 während einer sog. Evangelisationskampagne, Klavier. Während dieses Klavierspieles kommt der pädophile Polizist Arend Vroombout zu ihm in das Lagerhaus. Nach einer belanglosen Unterhaltung während einer Pause spielt Alexander weiter. Er hört Vroombout hinter seinem Rücken sagen "Was tun Sie hier?" und anschließend einen lauten Knall. In dem Glauben, der Knall stamme von seinem Vater, der regelmäßig eine aufgepustete Papiertüte während seines Klavierspieles hinter ihm zusammenschlägt, spielt Alexander unerschrocken weiter. Ihm fällt jedoch auf, dass dieser Knall für eine Papiertüte ungewöhnlich laut war. Daher glaubt er anschließend, der Knall stamme vielleicht von einem verfrühten Silvesterknallfrosch. Um dies jedoch genau herauszufinden, dreht Alexander sich während seines Klavierspieles für einen kurzen Moment um und erblickt einen ihm fremden großgewachsenen Mann. Dieser zielt mit seiner Hand oder einem Gegenstand in seiner Hand auf ihn und hält dabei einen dunklen Schal vor sein Gesicht. Lediglich die Augen des Fremden sieht Alexander unter dessen Schlapphut, bevor dieser verschwindet. Nach seinem Klavierspiel stößt Alexander auf Arend Vroombout, der erschossen auf dem Gang liegt. Dieses Ereignis beschäftigt Alexander einen Großteil seines Lebens. Lange nachdem die Polizei, welche die Tat für einen Rache- oder Eifersuchtsakt eines anderen Pädophilen hält, die Ermittlungen eingestellt hat, scheint Alexander den Fall gelöst zu haben. Dabei wird klar, dass das Motiv des Täters ein anderes ist als von der Polizei angenommenen. Die Frage, wer der Mörder war, wird jedoch nicht eindeutig beantwortet, jedoch reichen Bemerkungen, die von Autor gemacht werden, aus, um recht eindeutig den Mörder benennen zu können:
1. Der Dirigent Aaron Oberstein gibt am Ende des Romans zu, damals der Fremde in der Lagerhalle gewesen zu sein. Er bestreitet jedoch der Mörder zu sein. Der tödliche Schuss sei von einer "uralten, rostigen Schrottpistole" aus dem Gang zum Wohnhaus der Goudveyls abgegeben worden. Er habe dann erschrocken auf Alexander gezeigt, der anscheinend unbeeindruckt weiterspielte, und sei dann aus der Lagerhalle gelaufen.
2. Vroombout verlangte von Oberstein und anderen vorwiegend jüdischen Flüchtlingen in anklagenden Briefen Geld für den Fischkutter, der bei dem Versuch, diese nach England zu bringen, von einem deutschen U-Boot versenkt wurde.
3. Während Aaron Oberstein '44 allein untertauchte, versteckte sich seine schwangere Frau Ruth bei einem kinderlosen Paar in Rotterdam-Zuid. Im November '44 wurde Ruth Oberstein als junge Mutter von dem Polizisten Arend Vroombout aufgegriffen und in ein Konzentrationslager, in dem sie kurz darauf umkam, gesperrt.
4. Der Säugling der Obersteins wurde gleich nach der Verhaftung der Mutter von dem kinderlosen Paar, das sofort andernorts untertauchte, mit einer seltenen langbeinigen Mähre aus Rotterdam weggeschafft. Vroombout muss die beiden gedeckt haben, da sie sonst auch verhaftet worden wären.
5. Vroombout hatte Informationen über den Verbleib des geraubten Kindes der Obersteins. Er weigerte sich jedoch aus unerklärlichen Gründen, diese Informationen weiterzugeben.
6. Aaron Oberstein hatte aufgrund Punkt 2, 3, 4 und 5 Grund, wütend auf Vroombout zu sein. Oberstein gibt zu, schon nach wenigen Jahren nicht mehr unbedingt das Schicksal des Kindes erfahren zu müssen.
7. Aufgrund Punkt 6 nützt Vroombout Oberstein nun nichts mehr.
8. Der Fremde in dem Lagerhaus versuchte, sein Gesicht vor Alexander zu verhüllen. Würde ein Zeuge eines Mordes seine Identität vor einem anderen Zeugen des Verbrechens geheim halten wollen? Würde ein Zeuge mit dem Finger auf einen anderen Zeugen zeigen? Würde ein Zeuge die Flucht ergreifen? Warum also tut der Fremde dies?
9. These auf Punkt 8 basierend: Der Fremde ist der Mörder. Das Zeigen auf Alexander ist in Wahrheit eine auf Alexander gerichtete Pistole. Der Mörder drückt nur nicht ab, um das Klavierspiel nicht abzubrechen, was draußen die Menschenmenge alarmieren würde.
10. These auf Punkt 1 und 9 aufbauend: Der Mörder ist also Oberstein, dessen Motive Wut über die Geldforderungen und Rache für den Tod seiner Frau und die Deckung der Entführung seines Kindes waren (siehe auch Punkte 2, 3, 4, 5).
Aber:
I. Alexander hat große Ähnlichkeiten mit Aaron Oberstein. Sowohl von seinem Äußerem als auch von seiner hohen Intelligenz, seinem hektischen Verhalten und seiner musikalischen Begabung.
II. Goudveyls zogen im November 1944, als über Vierzigjährige, mit dem neugeborenen Sohn Alexander in Maassluis in das Geschäft eines verhafteten jüdischen Trödlers ein und das in Begleitung einer seltenen langbeinigen Mähre.
III. Aus 4., I. und II. ergibt sich, dass Alexander in Wahrheit das geraubte Kind der Obersteins ist, das von Goudveyls mit nach Maassluis genommen wurde.
IV. Vroombout erhielt von Goudveyls zwei zinslose Darlehen über höhere Beträge, die nie zurückbezahlt wurden. Dieses ist äußerst merkwürdig, da Goudveyls bis zu ihrem Tod als höchst sparsam und geizig charakterisiert werden.
V. Goudveyls sagten vor Vroombouts Tod, nachdem dieser eine Geldforderung an sie gerichtet hatte: "Wir haben doch keine andere Wahl. Wenn er (gemeint ist Vroombout) den Mund aufmacht ..." und "Ich wollte, er (Vroombout) würde ins Gras beißen."
VI. Aus 4., 5., III., IV. und V. ergibt sich, dass Gouveyls hohe Summen an Vroombout für sein Schweigen zu zahlen hatten.
VII. Alexander wurde von Vroombout sexuell belästigt. Dieses hätten Goudveyls bemerken können, da die Pädophilie und die häufigen Aufeinandertreffen der Beiden im Dorf bekannt waren.
VIII. Aus VI. und VII. ergibt sich ein starkes Motiv für den Mord durch Goudveyls, die auch die Gelegenheit gehabt hätten, wie Oberstein aussagte, aus dem Verbindungsgang zu ihrem Haus auf Vroombout zu schießen.
"Das Wüten der ganzen Welt" als Entwicklungsroman:
Ab Teil 2 des Romans wird das Leben Alexander Goudveyls beschrieben, der 1944 geboren, in der niederländischen Kleinstadt Maassluis im Stadtteil Hoofd aufwächst. Aufgrund seiner Musikalität und der Tatsache, nicht im Hoofd, geboren worden zu sein, wird er von den anderen Kindern als Außenseiter angesehen. Ständig ist er ihren Attacken ausgesetzt, die sogar so weit gehen, dass er im Schwimmbad beinahe ertränkt wird.
So wächst Alexander lange sehr zurückgezogen auf. Er verbringt einen Großteil seiner Zeit damit, seinen Eltern, zu denen er ein recht gestörtes Verhältnis hat, im Altwarenladen zur Hand zu gehen und sich selbst per Anleitung das Klavierspielen beizubringen.
Nachdem ihm sein Vater eine Angel zur Verfügung stellt, begibt er sich Samstags oft in die „Gärtnerei“, einem abgeschiedenen Flusslauf zur Maas. Jedoch kommt der pädofile Polizist Arend Vroombout regelmäßig zu Alexander um ihm für Geld in die Hose zu schauen. Weil Alexander spart, um sich den ersehnten Klavierunterricht leisten zu können, lässt er die Tortur über sich ergehen.
1956 wird Vroombout hinter seinem Rücken erschossen. Aus Angst der Täter könnte versuchen, ihn als Zeugen zu beseitigen, begibt er sich auf die Suche nach diesem.
Dabei lernt er die Brüder Herman und William Keenids kennen, die sich mit ihm anfreunden, und ihm bei seiner Suche unterstützen. Außerdem bekommt Alexander durch sie die Gelegenheit, Klavierunterricht bei ihrer Mutter Alice zu nehmen.
Alexanders erste Kontakte zum anderen Geschlecht knüpft er zu Hermans Verlobten, Janny, während Herman seiner Wehrdienst ableistet. Aufgrund Jannys Verlobung bleibt diese Freundschaft sehr oberflächlich und endet, als Herman zurückkehrt.
Um dem eingeengten, engstirnigen Kleinstadtleben zu entfliehen und den Wehrdienst aufzuschieben, beschließt Alexander, Pharmazie zu studieren. Seinen Unterhalt verdient Alexander während seiner Studienzeit als Klavierstimmer.
Während seines Studiums lernt Alexander die zudringliche Pharmazieassistentin Yvonne Kogeldans kennen. Mit ihr schläft Alexander das erste Mal. Weil er ihre Liebe jedoch nicht erwidert, nimmt er Abstand von ihr.
Durch das Klavierspiel lernt Alexander Hester Edersheim, die Tochter seines Professoren, und später auch Joanna Oberstein kennen.
Alexander beendet sein Pharmaziestudium erfolgreich und entkommt der Wehrpflicht durch eine selbsterstellte chemische Mixtur, die ihn chronisch krank wirken lässt.
Nach dem Studium heiratet Alexander Joanna, wobei ein wesentlicher Grund für Alexander ihre "umwerfende " Gesangstimme ist. Außerdem lernt er durch sie ihren Vater, Aaron Oberstein, kennen, den er für den Mörder Vroombouts hält. Im Gespräch mit diesem gibt dieser auch zu, dass er der Mann war, den Alex am 22.12.1956 hinter sich gesehen hatte. Jedoch bestreitet er den Mord und schiebt die Schuld auf einen Unbekannten. Alex findet auch heraus, dass Goudveyls wahrscheinlich seine jüdische Mutter, Ruth Oberstein, im Krieg an die Deutschen verraten und ihn ihr geraubt haben. Daraus ergibt sich, dass sein Schwiegervater wohl auch sein leiblicher Vater ist.
Dieses wirft natürlich viele Fragen auf, unter anderem, ob er seiner Frau erzählt, dass sie seine Halbschwester ist, deren Beantwortung ’t Hart dem Leser jedoch schuldig bleibt.
"Das Wüten der ganzen Welt" als Bildungsroman:
Der Bildungsaspekt in diesem Roman liegt in dem Streben der Hauptperson Alexander Goudveyl, (Aus-) Bildung zu erlangen, und zwar speziell eine Ausbildung als Klavierspieler bzw. als Kenner klassischer Musik.
Alexander ist der Sohn eines Schrotthändlers. In dessen Lager steht ein Blüthner, ein altes Klavier. Auf diesem Klavier liegen Notenblätter klassischer Musik sowie ein deutsches Buch, dessen Inhalt handschriftlich unter dem Originaltext ins Niederländische übersetzt wurde. Dieses Buch ist eine Anleitung, sich selbst ohne Lehrer das Klavierspiel beizubringen. Mit Hilfe des Buches lernt Alexander, das Klavier zu spielen. Um seine Künste zu verfeinern, strebt Alexander jedoch nach Klavierunterricht mit einem Lehrer. Da seine Eltern von Natur aus sehr sparsam, um nicht zu sagen geizig sind, muß Alexander die Stunden selbst zahlen. Daher spart er alles Geld, dessen er habhaft werden kann. Seine Einkünfte, die er in Lumpen findet oder die er durch Dienste für einen pädophilen Polizisten, Arend Vroombout, leistet, spart er eisern, um sich den Unterricht eines Tages leisten zu können. Außerdem verfolgt Alexander Klassikstücke im Radio mit seinem eigenen Empfänger. Zwischenzeitlich lernt er Alice Keenids kennen, die Mutter eines Kameraden von Alexander, die bereit ist, ihm Klavierunterricht zu geben, wobei er bezahlen könne, wann er wolle, z. B. in zehn Jahren. So verfeinert Alexander sein Klavierspiel. Zusammen mit Alices Sohn William musiziert Alexander nun häufig. Die Beiden spielen sogar gelegentlich von Alexander selbst komponierte, kurze Klassikstücke. Zwischenzeitlich verkauft Alexanders Vater den Blüthner und kauft ein sehr minderwertiges Klavier als Ersatz, welches Alexander häufig stimmt, und das trotzdem immer verstimmt ist, was jedoch nicht an Alexanders Klavierstimmkenntnissen liegt. So kommt es, dass Alexander das Angebot Simon Minderhouts, der zu dem Zeitpunkt ein Fremder für Alexander ist, annimmt, dessen Haus während seiner Abwesenheit zu hüten, wobei er als Gegenleistung auf Minderhouts Klavier, einem Schweitzer, spielen darf. Zusätzlich wird Alexander Organist in einer Kirche und lernt so das Orgelspiel. Alexander erlangt zwischenzeitlich seinen Gymnasialschulabschluss, den er mit dem fast bestmöglichem Ergebnis abschließt. Für Alexander stellt sich die Frage, ob er Wehrdienst leistet oder erst studiert. Alexander entschließt sich für ein Studium der Pharmazie. Er studiert jedoch nur, damit er dem Wehrdienst zumindest temporär entkommt, so dass er in seiner Freizeit weiterhin musikalisch tätig sein kann. Die Wahl seines Hauptstudienfaches begründet sich darin, dass Alexander Simon Minderhout als Bekannten hat, der Apotheker ist, der ihm das Pharmaziestudium als geruhsameres Fach darstellt als ein Arztstudium jemals sein könne. Schließlich müsse beim Studium der Pharmazie niemand operiert werden, sondern nur mit einer ruhigen Hand Arzneien gemischt werden. Außerdem befriedigt ein Studium der Pharmazie Alexanders Vater, der unbedingt möchte, dass sein Sohn Arzt wird. Während des Studiums wird Alexander vom seinem Professor, Bram Edersheim, dazu animiert, für einen kranken Klavierspieler in einer Musikrunde einzuspringen, in welcher außerdem der Professor und seine Frau engagiert sind. Des Weiteren stimmt Alexander Klaviere und kann sich mit dem so verdientem Geld eine eigene Dachkammer mieten. Zwischenzeitlich fasst Alexander den Entschluss, alle Kantaten von Bach kennen zu lernen. Er fasst diesen Entschluss aufgrund der Kantate 80, die er bei Alice das erste Mal hörte, in welcher Bach " das Wüten der ganzen Welt heraufbeschwört und dann wieder besänftigt". Alexanders Eltern sterben und das Einzige, was Alexander von dem Geld aus der Erbschaft ausgibt, wird in einen Plattenspieler investiert, mit dem Alexander alle Kantaten von Bach hören kann, falls er die dazu gehörigen Platten in Läden findet. Außerdem zahlt Alexander nun Alices Unterrichtsstunden. Per Radio hört Alexander ebenfalls die Kantaten von Bach und andere Klassik. Über Bram Edersheim lernt Alexander seine zukünftige Frau Joanna kennen, über die er ihren Vater, den Dirigent Oberstein kennenlernt. Dieser rät Alexander, eine eigene Oper zu komponieren, wobei seine Frau die Hauptstimme einnehmen solle und eine gute Freundin Alexanders, Hester Edersheim, eine Nebenstimme erhalten solle. Alexander fasst den Entschluss, diese Oper zu schreiben, womit der Roman endet.
Mithörbrevier
Downloadmöglichkeiten
Einleitung der CD zum Buch (2,98MB)
Kantate BWV80: Eine feste Buch ist unser Gott / Das Wüten der ganzen Welt (3,47MB) (vgl. Musikstücke: Seite 333)
werkimmanent erwähnte Musikstücke
Seite 119 Ludwig van Beethoven: Sonate für Klavier Nr.8 c-Moll op. 13 ("Pathétiquue")
Seite 121f. Ludwig van Beethoven: Sonate für Klavier Nr.7 D-dur op.10, Nr.3
Seite 137 Roy Harris:, Symphony No. 3 (1937)
Seite 144 Ignaz Moscheles: 24 Studien op. 70
Seite 144f., 275 Johann Sebastian Bach: Das wohltemperierte Klavier; 1. Band: BWV 846-869, 2. Band: BWV 870-893
Seite 151 Joseph Haydn: Sonata für Klavier ( Un piccolo divertimento, Variationen) f-moll (Hoboken XVII, Nr.6)
Seite 165, 167, 169 Johann Sebatian Bach: Zweite Partita c-moll für Klavier BWV 826
Seite 172 Giuseppe Verdi: La Forza del Destino (Die Macht des Schicksals)
Seite 183f. Johann Sebastian Bach: KantateBWV 106 (Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit), erster Satz: Sonatina
Seite 189, 257 Johann Sebastian Bach: Sonata h-moll für Flöte und Cembalo BWV 1030
Seite 189 Johann Sebastian Bach: Partita für Flöte solo a-moll BWV 1013
Seite 191 Johann Sebastian Bach: Sonata Es-dur für Flöte und Cembalo BWV 1031
Seite 197, 219, 223, 283 Franz Schubert: Introduction und Variationen über "Trockne Blumen" für Flöte und Klavier op. 160, D 802
Seite 202f. Wolfgang Amadeus Mozart: "Contessa, perdono, perdono, perdono" aus: Le nozze di Figaro (Figaros Hochzeit), 4. Aufzug, Finale
Seite 203 Wolfgang Amadeus Mozart: Symphonie Nr. 29 A-Dur KV 201
Seite 209f., 257 Johann Sebastian Bach: Konzert E-dur für Violine, Streichorchester und Basso continuo BWV 1042
Seite 210, 257, 391 Johann Sebastian Bach: Matthäus-Passion BWV 244
Seite 210 Robert Schumann: Klavierkonzert a-moll op.54
Seite 220f. Franz Schubert: Symphonie Nr. 8 h-moll D 759 ("Unvollendete"), daraus: 2. Satz Andante con moto
Seite 241f. , 360 Johann Sebastian Bach: Choralpartitia (O Gott, du frommer Gott) BWV 767
Seite 256ff. 298, 333 Johann Sebastian Bach: Kantate BWV 104 (Du Hirte Israel, höre)
Seite 257 Johann Sebastian Bach: Doppelkonzert d-moll für 2 Violinen, Streichorchester und Basso continuo BWV 1043
Seite 257 Johann Sebastian Bach: Sechs Triosonaten für Orgel BWV 525-530
Seite 263, 305 Domenico Scarlatti: Klaviersonate D-dur, Non presto, ma a tempo di ballo, Longoverzeichnis 463
Seite 272f. Joseph Haydn: Sonata für Klavier, Violine und Violoncello Es-dur (Hoboken XV, Nr.22)
Seite 273, 352 Johannes Brahms: Klaviertrio H-dur op. 8
Seite 276 Wolfgang Amadeus Mozart: Maurerische Trauermusik c-moll KV 477
Seite 279 Felix Mendelssohn-Bartholdy: Klaviertrio Nr.1 d-moll op. 49; Klaviertrio Nr.2 c-moll op. 66
Seite 283, 361ff. Gabriel Fauré: Au bord de l'eau, aus : 20 Mélodies (Premier recueil, Nr.17)
Seite 333 Johann Sebastian Bach: Kantate BWV 80 (eine feste Burg ist unser Gott)
Seite 339ff. Anton Bruckner: Symphonie Nr.6 A-dur
Seite 344 Ludwig van Beethoven: Egmont-Ouvertüre op. 84
Seite 344 Ludwig van Beethoven: Klavierkonzert Nr. 4 G-dur op. 58
Seite 345 Felix Mendelssohn Bartholdy: Symphonie Nr. 4 A-Dur op. 90 ("Italienische")
Seite 353f. Johannes Brahms: Feldeinsamkeit op. 86, Nr. 2
Seite 354 Max Reger: Waldeinsamkeit, aus: Schlichte Weisen op. 76
Seite 360 Johannes Sebastian Bach: Ratswahlkantate BWV 71 (Gott ist mein König), daraus: Chor Nr. 6 (Du wolltest dem Feind nicht geben)
Seite 392f. Johannes Brahms: Symphonie Nr. 2 D-dur op. 73
alle Seitenzahlen aus der Piper Taschenbuchausgabe: Maarten ‘t Hart: "Das Wüten der ganzen Welt"


Bedeutung von Musik und Religion in "Das Wüten der ganzen Welt"
Alexander Goudveyl hört im Schulunterricht die folgende Bibelstelle:
" Unterwegs aber, da wo er übernachtete, trat ihm der Herr entgegen und suchte ihn (gemeint ist Moses) zu töten."
Diese Bibelstelle hinterlässt auf Alexander einen bleibenden Eindruck. So fragt er sich, warum Gott zu töten suchte. Da in dieser Textstelle sogar Moses getötet werden sollte, stellt sich für Alexander die Frage, wer denn dann noch sicher vor Gott sei. Außerdem wundert er sich, warum Gott mit seiner Allmacht Mose nicht einfach mit einem Fingerschnipsen tötete, sondern es vielmehr bei einem gescheitertem Versuch blieb. Diese "Ungereimtheiten" führen zu einer Wandlung Alexanders Beziehung zur Religion: Er wendet sich von der Religion ab, da er fortan denkt, "Gott suche ihn zu töten". Diese Auffassung hat er, da er, unmittelbar nachdem er diesen Bibelvers hörte, fast von seinen Mitschülern ertränkt worden wäre. So kommt es, dass Alexander Trost nicht mehr bei der Religion mit seinem zornigen, zu töten suchendem Gott sucht, sondern sich vielmehr der Musik zuwendet. So kann man auch erklären, warum Alexander sich selbst das Klavierspielen beibringt und Alexanders Interesse für (klassische) Musik immer mehr anwächst. Die Musik übernimmt hier also für Alexander die Funktion der Religion.
Die Sprache von "Das Wüten der ganzen Welt"
Das Buch ist in drei Teile eingeteilt: Der Prolog, der auktorial erzählt wird, der Mittelteil des Buches, der in der Retrospektive und bis auf wenige Vorgriffe linear erzählt wird, und der dritte Teil, der gleichzeitig das letzte Kapitel darstellt und etwa dreißig Jahre nach dem zweiten Teil spielt.
In der wörtlichen Rede der Figuren des Romans wird der Kleinstadtjargon von Hoofd verwendet, und typische Merkmale der gesprochenen Sprache, wie die Häufung von Adjektiven und ein parataktischer Satzbau werden aufgegriffen. Dies zusammen lässt die Sprache der Kleinstädter authentisch wirken. Immigranten überzeugen zusätzlich durch gelegentliche Benutzung ihrer Heimatsprache.
Außerdem zitiert ´t Hart oft aus Bibelstellen, vor allem: "Und Gott suchte, ihn zu töten". Er spricht über Musikstücke meist im Zusammenhang mit Emotionen.
Insgesamt trägt die verwandte Sprache zusammen mit einem gewissen Maß an Situationskomik zu einem guten Lesefluss bei.
Personenbeschreibung:
Alexander Goudveyl - Protagonist; geboren im südniederländischen Stadtteil Hoofd von Maassluis; gestörtes Verhältnis zu seinen Eltern; intelligent; hektisch; begabter Pianist; Klavierspielen anfangs aus Buch selbst beigebracht; ist Belästigungen durch den pädophilen Dorfpolizisten Arend Vroombout ausgesetzt; Zeuge des Mordes an diesem am 22.12.1956; tatsächlicher Sohn des jüdischen Ehepaares Oberstein;
Studiert Pharmazie in Leiden; heiratet später unbewusst seine Halbschwester Joanna
Ehepaar Goudveyl - sparsam; geizig; Altwarenhändler in einem ehemalig jüdischen Laden; Verrat an der
Jüdin Oberstein (an die Nazis); Kindesräuber; Erpresst von Arend Vroombout; mögliche Mörder Vroombouts
(S.22 ff / 37-44 / 60 / 65 / 72 f / 102 ff /167 f / 208 / 212-217 / 313-321 /324 / 401)
Simon Minderhout - Apotheker; Liebhaber von Musik/Philosophie/Frauen; Freund von Alexander/Alice/
Obersteins/Edersheims; Organisator der gescheiterten Flucht am 14.5.1940 nach England; die Sachen
des Mörders befinden sich in seinem Dachboden; war während des Mordes am Tatort
(S. 11 ff/ 74 / 135 ff / 145 ff / 150-159 / 187 f / 197-207 / 259 / 369-386)
Alice Keenids - aus England; Alex` Klavierlehrerin; Mann Joop Osterlee ist mit Holländerin durchgebrannt;
Freundin von Simon Minderhout/Obersteins/Edersheims; war während des Mordes am Tatort
(S. 74 / 104 / 109 ff / 120 ff / 164 ff / 249 / 251 / 255 ff / 329 ff / 369-386)
Herman Keenids - 1. Sohn von Alice; sehr intelligent; mit Janny Robbemond zusammen; Freund von Alex
(S. 105 ff / 113-119 / 122-129)
William Keenids - 2. Sohn von Alice; spielt Flöte; Homosexuell; Belästigungen durch den pädophilen
Dorfpolizisten Arend Vroombout „ausgesetzt“, Freund von Alexander/Janny/Arend Vroombout
(S. 104 / 178-185 / 191-207 / 219 ff / 235 ff / 321 ff / 341 ff)
Arend Vroombout - Dorfpolizist; pädophil; Übergriffe auf Alexander/William; 1940 Matrose der Majuba 2;
Geldforderungen an die Flüchtlinge von 1940;Verräter der Jüdin Oberstein; Erpresser der Goudveyls;
wird am 22.12.1956 in dem Lagerhaus der Goudveyls erschossen
(S. 24 f / 47 / 56 / 64 / 74 ff / 249)
Willem Vroombout - Freund von Simon Minderhout; 1940 Kapitän der Mabuja 2, die bei dem Versuch Flüchtlinge nach England zu bringen von einem deutschen U-Boot versenkt wird; Krebsleiden; stirbt im Krieg
( S. 14 ff / 35 / 245)
Witwe Vroombout - Mutter von Willem/Arend; Vater stirbt im Krieg, zehn Geschwister im KZ; Eignerin der
Majuba 2; Lässt von Arend Geld einfordern, da die Versicherung für den Untergang nicht zahlte
(S. 302-310)
Aaron Oberstein - berühmter Geiger/Komponist; Freund von Simon Minderhout; Jude; 1940 Flüchtling auf der
Majuba 2; später Flucht nach Australien; mit erster Frau Vater von Alex; mit zweiter Frau Vater von
Joanna / 2. Tochter; während des Mordes am Tatort; Person, die Alex für den Mörder Vroombouts hält
(S. 9 ff / 77 / 135 ff / 274 / 276 / 339 ff / 344 f / 348 ff / 375-407)
Ruth Oberstein - Aarons Frau; Jüdin; 1940 Flüchtling auf der Majuba 2; von Arend Vroombout/Goudveyls im
Krieg an die Deutschen verraten; von Goudveyls um Sohn Alexander beraubt; stirbt im KZ
(S. 9 ff / 274)
Joanna Oberstein - Tochter Aaron Obersteins und dessen zweiter Frau; Sängerin; später Frau von Alexander
(S. 350 / 361 ff / 375-386 / 407)
Bram Edersheim - Alexanders Pharmazie-Professor; Cellist; seine Frau Anna Geigerin; Jude; Freund von Simon
Minderhout; Vater von Hester; 1940 Flüchtling auf der Majuba 2; während des Mordes am Tatort
(S. 9 / 247 / 269 ff / 346 / 369-386)
Hester Edersheim - Tochter Brahms und dessen Frau; Sängerin; Freundin von Alex, zusammen mit Erik
(S. 271 ff / 279-287 / 354)
Leen Varekamp - Nachbar Goudvelys; verheiratet; 4 Söhne; streng gläubig; Koch und Matrose der Majuba 2
(S. 15 ff / 30 ff / 79 / 245 ff / 325)
Jüdisches Paar - vom Noordvliet; 1940 Flüchtling auf der Majuba 2; starben an Gas (-explosion/-vergiftung)
( S. 9 / 247)
Janny Robbemond - mit Herman zusammen, Freundin von Alexander / William; Tochter Robbemonds
(S. 120 / 220-241 / 255 ff)
weitere Besatzung - Robbemond (Vater von Janny); Steuermann Plesier; Koos Hordijk; Klinges; Hakkie Quack
(S. 14 ff / 246)
Herr Graswinckel - Inspektor; Hobby-Astronom; vernimmt Alexander als Zeugen des Mordes
(S. 80-90 / 101)
Herr Douvetrap - Kommissar; Vater eines mongoloiden Sohns; vernimmt Alexander als Zeugen des Mordes
(S. 160 ff / 243)
Yvonne Kogeldans - Pharmazie-Praktikumsassistentin; verliebt in Alex; verlebt mit ihm sein "erstes Mal"
(S. 286 f / 289-296 / 355 ff)
Vermieterin - der Dachkammer von Alexander in der Hooglandse Kerkgracht in Leiden
(S. 264 f / 337 f / 347 f)
Prokofjew-Vereinigung - Studentengruppe
(S. 338)
Josef Zondermann - Studienfreund von Alex, vermittelt ihm Stelle als Klavierstimmer
(S. 262 / 268 f)
Herr Zondermann - Pianoverkäufer, Arbeitgeber von Alex im Studium
(S. 263 ff)
Herr Goldschmeding - Pianoverkäufer, Arbeitgeber von Alex im Studium
(S. 299)
Herr de Vries - Wäschereibesitzer; Nachbar der Goudveyls
(s.29 / 40 / 54)
Herr Mollema - Religions-Grundschullehrer der Boone-Schule
(S. 25)
Kurt Boog - Mitschüler; Peiniger, der Alexander beinahe ertränkte und sich danach als Retter aufspielte
(S. 27)
Herr Jacobs - Bademeister, der Alexander vor dem Ertrinken rettete
(S. 27 f)
Pastor Dercksen - Pastor der Reformierten Kirche, der Goudveyls angehören
(S. 46 / 70 / 105 f / 190 / 251 / 324)
Pastoren der Evangelisationskampagne am 22.12.1956 - Koevoet; Everaats; Cornelis; Van Aalst
(S. 64 ff)
Pädophile Verdächtige - Herr Schilder (Bäcker); Klaas Hoekstra (Billardspieler); Willem Brikke (Organist)
(S. 89 / 92-101)
Herr Joose - Notar der Goudveyls
(S. 372)
Herr Cornelis - Schrotthändler, der den Verkauf von Alexanders geliebten Klavier einleitete
(S. 141 ff / 325)
Herr Bram - Besitzer des Café De Moriaan
(S. 95 ff)
Joop Osterlee - Lotse; Ex-Mann von Alice; mit Holländerin durchgebrannt
(S. 246)
Bekanntschaften von Simon Minderhout - Antje Tuitel; Jans van Pleun
(S. 168)
alle Seitenzahlen aus der Piper Taschenbuchausgabe: Maarten ‘t Hart: "Das Wüten der ganzen Welt"
Biografische Ähnlichkeiten zwischen Maarten ´t Hart und Alexander Goudveyl
Die Geschichte von Alex, wie sie im Roman beschrieben wird, weist einige Ähnlichkeiten zum eigenem Lebenslauf des Autors auf, und viele Anregungen zu dem Roman hat ´t Hart aus seinem Leben entnommen: Beide wurden während des zweiten Weltkrieges geboren. Zudem wuchsen beide im Hoofd, einem Maassluiser Stadtteil auf. Seine strenge calvinistische Erziehung und die eigenen Erfahrungen von einer Evangelisationskampagne gaben Anregung für die religiösen Elemente der Handlung. Bei dieser Evangelisationskampagne im Jahr 1956 wurde in seiner Heimatstadt ein Polizeiagent erschossen, wobei niemals ganz klar wurde, wer den Mord begangen hat. ´t Hart selbst:"Für mich gab diese anregende Geschichte das Ausgangsmaterial für meinen Roman über einen jungen Mann, der nicht im Stande ist, den Mörder nachzuweisen, aber erst nach Jahren entdeckt, daß er sehr eng in diese Mordgeschichte verwickelt ist." 1. Eine viel wichtigere Rolle als die Religion spielt für beide allerdings die Musik, dazu sagt ´t Hart: "Für mich ist die Musik äußerst wichtig, sie ersetzt mir den Glauben. Ich bin sehr fromm aufgewachsen, habe mich aber ganz davon gelöst, und an die Stelle der Religion ist die Musik getreten. So wie der Glaube Menschen zu trösten, ermutigen und stützen vermag, tröstet, ermutigt und stützt mich die Musik. Sie ist so wichtig in meinem Leben, dass es mir, wenn ich schreibe, unmöglich ist, sie nicht in einem Buch zu verarbeiten" 2 Des weiteren lässt ´t Hart aufgrund seiner schlechten Erfahrungen beim Militärdienst seinen Protagonisten den Militärdienst durch ein Studium umgehen, er vererbt also quasi seiner Hauptfigur die Abneigung gegen den Militärdienst. Genau wie Alex studierte er in der Universität von Leiden, allerdings nicht Pharmazie, sondern Biologie mit Schwerpunkt Verhaltensforschung. 3
Quellen:
1: Begleit-CD zum Buch
2: Rezension von Beatrice von Bormann, siehe unten.
3: Encarta 2000: Biografie von Maarten ´t Hart
Bücher mit ähnlichen Themen bzw. Teilmotiven:

1. Hans Bemmann: Stein und Flöte
Die Hauptperson dieses Romans, Lauscher, erhält in seinen jungen Jahren drei magische Gegenstände, als da sind ein leuchtender "Augenstein", eine silberne Flöte und ein merkwürdiges Holzstück. Lauscher erlebt viele Abenteuer, in denen die Musik immer eine große Rolle spielt. Die Wirkung von auf seiner Zauberflöte gespielter Musik ist so groß, dass sich mit dieser Flöte Menschen beeinflussen lassen, sie sogar ihren eigenen Willen verlieren, solange die Musik in der Luft liegt. Letztendlich ist die Aussage des Buches, man solle trotz dieser Macht dem Menschen den freien Willen lassen und ihn mittels der Wirkung von Musik nur soweit beeinflussen, dass ihm selbst klar wird, was der Mensch wirklich will. Musik hat also hier die Funktion, Gefühle beim Hörer zu erwecken. In "Das Wüten der ganzen Welt" sind die erwähnten Musikstücke ebenfalls eng mit Gefühlen oder Gedanken der Hauptperson verbunden.
2. Patrick Süsskind: Das Parfum
Der Roman "Das Parfum" von Patrick Süskind handelt von einem Duftgenie namens Grenouille mit dem absoluten Geruchssinn. Dieses Genie versucht, aus den Körpergerüchen schöner Mädchen, die er ihren toten Körpern extrahiert, den perfekten Geruch zu mischen und als "Maske" aufzusetzen. Er hofft so, aus seiner Außenseiterolle zu entfliehen, denn er selbst hat von Geburt an absolut keinen Eigengeruch, was ihn auf andere Menschen abstoßend wirken lässt.
Der Roman kann genau wie "Das Wüten der ganzen Welt" als Entwicklungsroman, Bildungsroman, Genieroman oder Kriminalroman gelesen werden. Beide Bücher reihen sich durch ihre Sprache und die Erzählweise in die postmoderne Literatur ein: Es gibt viele Wiederholungen, Vergleiche und Häufungen von Adjektiven und einen parataktischen Satzbau, was insgesamt den Erzählgestus der gesprochenen Sprache nachahmt.
3. Maarten 't Hart: Die Netzflickerin
In Maarten 't Harts bislang neuestem Buch "Die Netzflickerin" erzählt der Autor die Lebensgeschichte des 1914 geborenen, zukünftigen Apothekers Simon Minderhout, der als Beteiligter auch in "Das Wüten der ganzen Welt" auftrat.
" 't Hart läßt am Anfang des Romans "Die Netzflickerin" Simon Minderhout, dem Leser und sich selbst Zeit. Gemächlich bringt er die Familiengeschichte Simons ins Bild. Im Großraum seines Romans legt er lange Zündschnüre für spätere Explosionen. Simon Minderhout, der als junger Mann tagsüber Pharmazie und abends die deutschen Philosophen studiert, versucht sich an einer kritischen akademischen Darstellung des intelektuellen deutschen Antisemitismus. Nach dem zweiten Weltkrieg soll das zu dem Strick gehören, an dem man ihn als Kollaborateur vorführen will. Denn darauf läuft die Geschichte hinaus: wie unschuldige, alltägliche Dinge im Gefüge einer schuldhaften Zeit ins "Böse"ausbrechen. Simon hat während der dt. Besatzung kurz und heftig das Mädchen Hillegonda aus der Résistance geliebt, ihre Spur verloren, vergeblich ihr zu folgen versucht. Fünfzig Jahre später wird der alte Apotheker beschuldigt, die Widerstandsgruppe verraten zu haben.
Manches scheint größer konstruiert, als es die Geschichte füllt. In der Mitte glaubt 't Hart, eilen zu müssen, um auf den Kernbereich, die Jahre der dt. Okkupation zu kommen. Da stürmt die Handlung in Jahressprüngen, hastet am Schluss in die Gegenwart und berichtet über Hillegondas wahres Schicksal. Interessanter als des Rätsels Lösung ist, wie Minderhout seine Pressionen mit Hilfe eines alten Juden erlebt. Diese anrührende Studie gibt dem Roman Tiefe, Bewegung und Intensität."
1
Quellen:
1: Berliner Morgenpost: http://archiv.berliner-morgenpost/archiv1998/980325/beilage/story188205.html
Rezension von Beatrice von Bormann:
Man stelle sich vor: Enge Gässchen mit Kopfsteinpflaster, niedrige, gleichförmige Häuschen, ein Hafen. Wir befinden uns in einer südniederländischen Kleinstadt in den fünfziger Jahren. In dieser Umgebung wächst der spätere Komponist Alexander Goudveyl auf. Viele Jahre später blickt er auf seine Kindheit im Hoofd zurück, in jenes Hafenviertel von Maassluis.
Der Alltag im Hoofd wird durch die religiösen Auseinandersetzungen der verschiedenen protestantischen Gemeinden bestimmt. Bei den Beziehungen der Bewohner untereinander spielt auch die Vergangenheit eine Rolle. Alexanders Eltern, der Lumpenhändler Goudveyl und seine Frau, werden von den Menschen vom Hoofd nie wirklich akzeptiert. Ob es daran liegt, daß sie "zugezogene" sind? Oder war da noch etwas anderes, über das keiner redet? Auf jeden Fall hat der Polizist Vroombout damit zu tun. Auf mysteriöse Weise steht er zwischen den Außenseitern und den alteingesessenen Bewohnern vom Hoofd. Vroombout nimmt Alexander unter seine Fittiche, macht ihm aber zugleich sexuelle Avancen. Zu den Außenseitern gehören auch der Apotheker Simon Minderhout und die Engländerin Alice mit ihren Kindern. In beiden findet Alexander Verbündete in seiner Liebe zur Musik.
Religion und Musik: dies sind die beiden Pole, zwischen denen sich der Roman "Das Wüten der ganzen Welt" abspielt. Nicht zufällig stellt Maarten ´t Hart einen Bibelvers und ein paar Takte einer Bach-Kantate an den Anfang seiner Geschichte. Die Religion steht für die beschaulich-beschränkte Welt vom Hoofd. Musik hingegen hat eine eher noch tröstliche Bedeutung, für die Hauptfigur wie für den Autor selbst. "Für mich ist die Musik äußerst wichtig, sie ersetzt mir den Glauben", erklärt ´t Hart. "Ich bin sehr fromm aufgewachsen, habe mich aber ganz davon gelöst, und an die Stelle der Religion ist die Musik getreten. So wie der Glaube Menschen zu trösten, ermutigen und stützen vermag, tröstet, ermutigt und stützt mich die Musik. Sie ist so wichtig in meinem Leben, dass es mir, wenn ich schreibe, unmöglich ist, sie nicht in einem Buch zu verarbeiten".
So kann es passieren, dass das zentrale Ereignis des Buches im Getose der Musik und der Religion fast untergeht. Währen einer Evangelisierungskampagne wird der Polizist Vrooombout erschossen. Alexander, der die selbsternannten Prediger auf einem alten Klavier musikalisch unterstützt, ist der einzige Zeuge. "Während jener Kampagne, bei der ich selbst auf der Straße auf dem Harmonium gespielt habe, wurde hinter meinem Rücken jemand erschossen", erläutert ´t Hart. "Ich habe das damals gar nicht bemerkt, denn mein eifriges Spiel war schon laut genug. Das fand ich als Kind ganz furchtbar: Da wird hinter deinem Rücken jemand erschossen, und du merkst es nicht einmal. Das hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen, und daraus ist eigentlich das Buch entstanden."
Fortan fürchtet Alexander um sein Leben und geht selbst auf Spurensuche. Bald muß er jedoch feststellen, dass die Ereignisse von jenem Samstag viel weiter zurückreichen, als er ahnte. Die Vorgeschichte wird im Prolog erzählt. Sieben Personen versuchen am 14. Mai 1940, einen Tag vor der niederländischen Kapitulation vor den Nazis, auf einem Heringskutter nach England zu fliehen. Die Flucht misslingt, drei der Flüchtlinge überleben den Krieg nicht. Die anderen tauchen ausnahmslos in Alexanders Bericht wieder auf. Wie die beiden Geschichten zusammenhängen erfährt der Leser erst ganz zum Schluss. "Nichts geschieht aus Zufall" stellt Alexander fest, und läßt lieber andere über sich entscheiden. Er ist ein schwacher Held, dem eine eingebildete Drohung zur Rechtfertigung seiner Passivität gerät. Über Umwege führt ihn die Identitätssuche - eines der Hauptthemen des Romans - dann doch noch zur Musik. Auf raffinierte Weise verbindet der Autor die verschiedenen Handlungsstränge zu einem komplizierten Geflecht. Maarten ´t Hart dazu: "Ich erwarte eigentlich vom Leser dass er, wenn er das Buch ausgelesen hat, es noch einmal liest, denn erst dann wird ihm klar, wie die Geschichte zusammenhängt. Er wird dann sehen: aha, dieses Gespräch und jenes Ereignis, das führt schließlich alles zu der Lösung dort."
Irgendwann meint eine der Figuren des Romans: Das Leben ist wie ein Schachspiel mit falschen Figuren und viel zu vielen Feldern. Alexander begegnet nach und nach den wichtigsten Schachfiguren und kommt des Rätsels Lösung immer ein Stück näher. Dazu gehört auch die Begegnung mit dem Dirigenten Aaron Oberstein, einem der ehemaligen Bootsflüchtlinge. Seine Frau kam im Krieg durch Verrat zu Tode. Oberstein aber wütet nicht, er trauert. So löst sich der biblische Rachegedanke, der im Buch immer wieder auftaucht, am Ende in Nichts auf. Es ist in dieser Geschichte ohnehin unmöglich, einen Schuldigen zu bestimmen. Letztlich geht es aber auch gar nicht nur um die Aufklärung eines Mordes, sondern auch darum, wie Menschen mit ihrer Vergangenheit umgehen. An die Stelle der Schwarz-Weiß-Wahrnehmung der Nachkriegszeit tritt eine Philosophie der Zwischentöne. "Früher war man der Meinung, daß die Menschen im Krieg entweder 'gut' oder 'falsch' waren, da gab´s eigentlich keinen Mittelweg", so Maarten ´t Hart. "Und jeder betrachtete die Menschen die 'falsch' waren als entsetzlich schlechte Menschen, als Verbrecher, und die 'guten' Menschen wurden als Helden des Widerstands gesehen. Das Bild hat sich jetzt geändert, man sieht inzwischen, dass es im Krieg Menschen gab, die zwar keine Verräter waren, die aber doch Dinge getan haben, die nicht wirklich schön waren. Die Eltern von Alexander zum Beispiel standen im Krieg nicht auf der falschen Seite, haben sich aber doch nicht ganz richtig verhalten."
Was Alexanders Eltern im Krieg getan haben, wird nie ausdrücklich gesagt, und gerade das macht den Roman so spannend. Der Leser bekommt ein Puzzlestück nach dem anderen angereicht, muss aber am Ende feststellen, dass es mehr als ein Bild und anscheinend mehr als einen Mörder gibt. Immer wieder wird er vor Überraschungen gestellt in diesem Buch, das zugleich Krimi, Entwicklungsroman und eine Studie der niederländischen Gesellschaft - damals wie heute - ist. Dabei gehören eine klare Handlungsstruktur und die Beherrschung der Kunst des Dialogs zum Handwerkszeug eines Erzählers im alten Stil. Was die Lektüre von ´t Harts Roman zu einem wirklichen Genuss macht, sind sein subtiler Humor und seine reiche Sprache. Leider geht vieles davon in der allzu nüchternen deutschen Übersetzung von Marianne Holberg verloren.
Am Ende ist alles offen: verstört bleibt der Leser mit den Enthüllungen des Autors zurück. Dieser aber spinnt die Geschichte weiter. "Das Wüten der ganzen Welt" ist nämlich Teil eines Romanzyklus. Ein Roman über den Apotheker Simon Minderhout liegt in den Niederlanden schon vor, Romane über zwei weitere Hauptpersonen sind in Arbeit. Diese Romanreihung à la Balzac zeugt von der Vorliebe ´t Harts für die Erzähler des 19. Jahrhunderts: "Ich habe die Schriftsteller des neunzehnten Jahrhunderts immer sehr geliebt, Dickens und Fontane und Wilhelm Raabe zum Beispiel, und damit stehe ich in der niederländischen Literatur wohl alleine da. Das gilt auch für die Erzählkunst des neunzehnten Jahrhunderts, die meistens mit viel Dialogen einhergeht und mit einer Geschichte, die langsam aufgebaut wird. Im Grunde schreiben die heutigen Autoren ganz anders als jene des neunzehnten Jahrhunderts, während ich unmittelbar daran anschließe. Darum bin ich, glaube ich, ein bisschen ein Außenseiter in der zeitgenössischen niederländischen Literatur."
Eine Rezension zu "Das Wüten der ganzen Welt"
Der Titel des teils autobiografischen Buches von Maarten ´t Hart lässt vermuten, es handle von grenzenloser Gewalt. In Wahrheit ist der Ausdruck ein Zitat aus einer Bachkantate und aus dem Musikstück "Au bord de l´eau" von Gabriel Fauré. Die Tatsache, dass 't Hart den Titel einem Musikstück entnimmt, zeigt schon, dass die Musik eine zentrale Rolle im Roman spielt. Der Protagonist, Alexander Goudveyl, ist begeisterter Klassikfan und spielt selbst Klavier.
Beim Klavierspiel geschieht direkt hinter ihm ein Mord. Dieses Ereignis beschäftigt ihn einen Großteil seines Lebens, da er nur die glühenden Augen des Mörders vor sich sieht und nun von ihm in seinen Träumen verfolgt wird.
Doch verfolgt der Roman nicht primär die Kriminalhandlung, sondern greift sie während der musikalischen und gesellschaftlichen Entwicklung Alexanders regelmäßig auf.
Diese Entwicklung wird 30 Jahre später aus Sicht des inzwischen verheirateten Alexanders linear erzählt. Dabei gibt es Vorgriffe, zum Beispiel auf den Mord: "...an demselben Nachmittag wurde juut Vroombout erschossen."wird bereits ein Kapitel vor dem Mord erwähnt. Diese Vorgriffe machen dem Leser das Weiterlesen schmackhafter und lässt den deutschen Leser vergessen, dass ihm durch die Übersetzung einige sprachliche Finessen entgehen. Durch viele kleine Details und Verwendung des örtlichen Jargons wie "juut"(Dorfpolizist), "Wurmen"(Kleinkinder) oder "mokkel"(ansehnliche Frau) malt der Autor ein lebhaftes Bild der Kleinstadt, in der auch er selbst aufgewachsen ist. Außerdem fiebert der Leser während des gesamten Romanverlaufes mit Alexander mit, da der Roman keinen Durchhänger im Spannungsbogen hat.
So gibt der Autor Informationen über den Mord häppchenweise preis, aus denen sich die Lösung des Kriminalfalles Stück für Stück zu einem Gesamtbild zusammensetzt, in dem ein entscheidender Ausschnitt offen bleibt. Das offene Ende lässt den Leser noch lange über den Roman nachdenken, wobei der Leser bei einer genaueren Buchuntersuchung nach und nach Andeutungen entdeckt und aus diesen recht genau den Täterkreis eingrenzen kann.
Viele seiner Textstellen glänzen durch Situationskomik: " 'Kannst du sehen, was das ist?' fragte Arend Vroombout. 'Also, wenn du mich fragst' sagte Varekamp, 'ist das ein Walfisch!' Der hat doch gar nicht Luft genug, um so lange über Wasser zu bleiben', sagte Arend Vroombout, der offenkundig nicht viel Ahnung von Walfischen hatte. 'Ne, da hast du Recht' ", sagte Leen Varekamp, der ebenfalls nicht viel Ahnung von Walfischen hatte. Bei dem "Walfisch" handelt es sich in Wahrheit um ein deutsches U-Boot.
Der Roman ist nicht umsonst das Vorzeigewerk des Autors und ist das bisher meistverkaufte Buch Maarten ´t Harts.
Download heruntergeladene Zip-Dateien mit z. B. Winzip entpacken und dann index.htm starten
Download dieser Internetseiten mit Bildern ohne Musik (ca.420KB):
Download
Download dieser Internetseiten (nur Text) (ca.20KB):
Download
Download der Musik separat unter dem Menüpunkt "Mithörbrevier"