Leitbild der Studien- und Berufsorientierung an unserer Schule

„Nicht für die Schule, für das Leben lernen wir“. Dieser Ausspruch Senecas erlangt eine besonders aktuelle Bedeutung, wenn man die Studien- und Berufsorientierung in den Blick nimmt. So möchten wir vom Helmholtz Gymnasium unsere Schülerinnen und Schüler individuelle Berufswahlkompetenz mit auf den Weg geben und sie so zur eigenverantwortlichen und mündigen Partizipation am beruflichen Leben befähigen. Unsere Schülerinnen und Schüler sollen in der Lage sein, ausgehend von der aktiven und permanenten Entwicklung individueller Interessen, Kompetenzen und Fertigkeiten über das breite Kennenlernen vieler Möglichkeiten auch den stetigen Wandel gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Anforderungen zu reflektieren. Dabei sollen sie auch in der Lage sein, in Alternativen zu denken und diese sinnvoll in den eigenen Lebensentwurf integrieren zu können.

Folgende Prinzipien sollen dabei unsere Arbeit leiten:

Studien- und Berufsorientierung …

-        …ist ein Prozess, der unsere Schülerinnen und Schüler während ihrer gesamten Schulzeit, verstärkt aber ab der Jahrgangsstufe 8, an unserer Schule begleitet.

-        … ist eine Querschnittsaufgabe aller Fächer.

-        … ist angesichts zunehmender Heterogenität Bestandteil individueller Förderung. Aus diesem Grund gibt es neben verbindlichen Elementen auch immer wieder fakultative Angebote, aus denen die Schülerinnen und Schüler wählen können.

-        … bezieht die Eltern mit ein und benötigt die Mitarbeit der Eltern.

-        … besteht auch aus Beratungsprozessen. Diese werden – soweit sie von Lehrerinnen und Lehrern unserer Schule begleitet werden -  nicht verstanden, als jemanden einen fertigen  Rat zu geben. Es geht vielmehr um Kommunikation und Austausch miteinander und ggf. das Verweisen an Experten.

 

Formen der Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit

Seit vielen Jahren arbeitet das Helmholtz Gymnasium intensiv mit der Agentur für Arbeit zusammen. In einem jährlich stattfindenden Planungs- und Koordinationstreffen werden Bausteine der Studien- und Berufsorientierung für unsere Schule ausgewählt, die zu den aktuellen Bedürfnissen unserer Schülerschaft passen. So gibt es mehrmals im Jahr – u.a. auch an Elternsprechtagen – die Möglichkeit sich in den Räumen der Schule von einer Beraterin der Agentur für Arbeit professionell beraten zu lassen. In der Jahrgangsstufe EF findet jedes Jahr ein Vormittag im Berufsinformationszentrum statt, das sogenannte BIZ-Menü. Hier bekommen unsere Klassen allgemeine Informationen rund um das Thema „Studieren“ und können sich dann im Weiteren je nach Interesse über andere relevante Themengebiete informieren: Vom dualen Studium, über die betriebliche Berufsausbildung bis zu Informationen zu Zugangsbeschränkungen etc. Des Weiteren findet an unserer Schule für alle Interessierten zum Ende des Schuljahrs eine Informationsveranstaltung in der Aula statt, in der die Agentur für Arbeit zusammen mit dem Schülerbüro der Universität Bielefeld  über alles Wissenswerte zum Studienstart informiert. Über weitere Informationsangebote der Agentur für Arbeit wie die Vorstellung einzelner Berufe (immer donnerstags im BIZ) können sich unsere Schüler am Infopoint zur Studien- und Berufsorientierung (Lichthof im 2. Stock, Verbindung zwischen Altbau und Neubau) informieren.

Weitere Kooperationspartner

Unsere Schule kooperiert im Weiteren mit dem Schülerbüro der Universität Bielefeld. Einmal im Jahr gestaltet dieses eine Informationsveranstaltung zum Thema Studieren für unsere Oberstufenschüler. Für andere Angebote, wie die Informationswochen der Universität oder Workshops wird an unserer Schule Werbung gemacht und ggf. Kontakte hergestellt.  Schülerinnen und Schüler der Q 2 haben die Gelegenheit, Einzelgespräche im Rahmen der Vocatium-Messe zu führen.

Im Rahmen des dualen Praktikums, das interessierte Schüler in der Q1 leisten können, kooperieren wir ebenfalls mit der Uni und der Fachhochschule in Bielefeld. Nach Vorbereitung in der Schule besuchen unsere Schüler eine Woche lang einen Studiengang in der jeweiligen Institution, um anschließend dann Praxiserfahrungen in einem korrespondierenden Beruf zu sammeln.

Seit vielen Jahren besteht eine Partnerschaft zur Bielefelder Firma Schüco. Hier besteht für einige Klassen die Möglichkeit, eine Betriebserkundung durchzuführen, wir erhalten am Girl’s/ Boy’s Day gesonderte Kontingente für unsere Schülerinnen und Schüler. Ebenso gab es in den vergangenen Jahren Bewerbungstrainings in der Sek. I, die Schüco durchführte. Auch dürfen einige interessierte Schülerinnen und Schüler an einem Informationsabend bei Schüco teilnehmen, bei dem Auszubildende und duale Studierende über ihren Werdegang bei Schüco informieren. Angebote der Rotaryer sowie der Berufskollegs zu einzelnen Berufsinformationsbörsen werden ebenfalls immer wieder wahrgenommen.

Mit dem Arbeitskreis Schule - Wirtschaft, der IHK, der Rege und Weiteren gibt es ebenfalls Informations- und Austauschtreffen, die sich in erster Linie an das Stubo-Team als Multiplikatoren für unsere Schule richten.

Bisherige Entwicklung der Berufsorientierung an der Schule

Da das Helmholtz Gymnasium das Abitur als höchsten zu erreichenden Bildungsabschluss vergibt, lag vor Einführung von „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA) der Schwerpunkt ganz stark auf der Studien- und Berufsorientierung in der Sek. II. Dieser soll an unserer Schule auch erhalten bleiben, da weiterhin die meisten Schülerinnen und Schüler unserer Schule diesen Bildungsabschluss anstreben und Schülerinnen und Schüler sowie Eltern meistens erst in der Sekundarstufe II vermehrt ein Bedürfnis nach Unterstützung in diesem Bereich äußern. Allerdings sehen wir KAoA als Ergänzung hierzu, die die systematische Studien- und Berufsorientierung nun ab der Jahrgangstufe 8 beginnen lässt. Die vormals obligatorische Betriebserkundung sowie der Besuch des BIZ in der 8. Jahrgangsstufe erlangten durch KAoA aufgrund der zusätzlichen Termine in der 8. Jahrgangsstufe  (Potenzialanalyse und Auswertung sowie die drei Berufsfelderkundungen) nunmehr fakultativen Charakter. Auch die Überlegung, das Praktikum in der Jahrgangsstufe 9 auf drei Wochen auszuweiten, wurde zurückgestellt, bis sich alle neuen Standardelemente etabliert haben. Allerdings wurde das „Duale Praktikum“ seit dem Schuljahr 2014/2015 wieder fest an unserer Schule verankert ebenso wie ein Bewerbungstraining in der Q1. Immer wieder prüft das StubO-Team unserer Schule unter Einbezug der Rückmeldungen von Eltern, Schülern und Kollegen die Elemente der Studien- und Berufsorientierung und probiert ggf. Alternativen aus.

Schulinterne Organisation

Die Studien- und Berufsorientierung ist an unserer Schule Teamarbeit zwischen Schülern, Eltern und Lehrern. Hauptverantwortlich für Organisation und Planung sind vier Kolleginnen und Kollegen, die ein festes StuBo-Team bilden. Die einzelnen Standardelemente sind dort aufgeteilt, sodass es feste Verantwortlichkeiten und Ansprechpartner gibt. Durch den Umbau des Souterrains unserer Schule gibt es seit dem Schuljahr 2016/2017 einen Raum, der als Berufsorientierungsbüro genutzt werden kann.