Unsere Geschichte

Denn nur wer seine eigene Vergangenheit kennt, kann seine Gegenwart  gut  gestalten und sich auf seine Zukunft verantwortlich einstellen.


George de Santayana

 

Zeittafel

1896

Gründung der Schule. Drei Lehrer und 63 Schüler beginnen mit dem Unterricht in den Räumen der 1878 geschlossenen Gewerbeschule (Alfred-Bozi-Straße / Ecke Stapenhorststraße). Der Fächerschwerpunkt liegt auf Mathematik, den Naturwissenschaften und Französisch als erster Fremdsprache.

 

1899

Die Schule zieht in den Neubau an der Paulusstraße (Standort des heutigen Amerikahauses) um.

 

1906

Die Realschule wird in eine Oberrealschule umgewandelt, so dass dort auch die Hochschulreife erlangt werden kann.

 

1921

Die Schule erhält zum 25-jährigen Schuljubiläum als Geschenk der Eltern und ehemaliger Schüler die „Wanderhütte“ in der Nähe von Schloß Holte.

 

1924

Der Schule wird der Name 'Helmholtz - Oberrealschule' verliehen.

 

1929

Die Helmholtz - Oberrealschule zieht in das neu gebaute Gebäude an der Ravensberger Straße ein. Das Untergeschoss diente als öffentliches Bad, da die umliegenden Häuser nur selten über Duschen verfügten.

 

1944

Das alte Schulgebäude an der Paulusstraße wird bei einem Bombenangriff total zerstört.

 

1945 – 1948

Die englische Militärregierung beschlagnahmt das Schulgebäude an der Ravensberger Straße und richtet in der Aula ein Kino für die Soldaten ein.

 

1949

Neuordnung des höheren Schulwesens: Umwandlung in ein Gymnasium mit naturwissenschaftlichem und neusprachlichem Zweig.

 

1955

Es besuchen 970 Schüler das Helmholtz - Gymnasium. Zeitweise müssen Klassen an der Heeper Straße unter anderem in der Bückardtschule unterrichtet werden.

 

1972

Zeitgleich mit der Einführung der Reformierten Oberstufe wird aus der bisher reinen Jungenschule eine koedukative Schule.

 

1973

Der Anbau am Schulgebäude wird fertig gestellt.


 

1980

Die „Wanderhütte“ wird aufgegeben und verkauft. Durch die Koedukation hätten separate Schlaf- und Sanitäreinrichtungen für Mädchen geschaffen werden müssen. Dies war baulich sehr schwierig. Heute ist die „Wanderhütte“ ein Einfamilienhaus.

 

1987

Das Helmholtz – Gymnasium soll auf Beschluss des Stadtrates in eine Gesamtschule umgewandelt werden. Dies löste eine große Protestbewegung und Solidarisierung der Schulgemeinde aus. Der Kampf um den Erhalt fand unter dem Motto „Wir vom Helmholtz!“ bzw. „Helmholtz bleibt!“ statt.

 

1988

Das Verwaltungsgericht Minden stoppt den Plan der Stadt, da diese ihr "Planungsermessen im Schulentwicklungsbereich nicht sachgerecht durchgeführt hatte".

 

1991

Die Schule wird als einziges Gymnasium in Ostwestfalen - Lippe ein Ganztagsgymnasium. Das nicht mehr genutzte Bad wird in diesem Zusammenhang zur Mensa umgebaut.

 

1999

Im August wird der Rundbau eingeweiht. Vier neue Klassenräume, alle halbrund und mit stationärem Videogerät ausgestattet, beheben angesichts steigender Schülerzahlen den akuten Raummangel. Der Architekt, ein ehemaliger Helmholtz-Schüler, gestaltete diesen markanten Gebäudeabschluss entsprechend dem halbrunden Treppenaufgang zwischen Sporthalle 1 und Aula.

 

2001

Im März wird mit der Einweihung des Foyers im Erdgeschoss des Neubaus der vorerst letzte Neubauabschnitt abgeschlossen. Erstmalig besitzt das Helmholtz-Gymnasium eine Pausenhalle - ideal für die "Fahr-Schüler" vor dem Unterricht und für die Oberstufen-Schülerinnen und -Schüler als Aufenthaltsraum in Springstunden. Der Kicker ist auch in den Pausen heiß umlagert; zwei Computer-Bildschirme informieren aktuell über Stundenplanänderungen in der Sekundarstufe I und II.

Ab den Sommerferien beginnt eine vollständige Sanierung des denkmalgeschützten Altbaus. U.a. werden das Dach, Strom- und Wasserleitungen, Elektroanschlüsse und Anstriche erneuert. Einige Fachräume werden neu ausgestattet und das Lehrerzimmer wird neu möbliert.

 

2003

Seit 2003 nimmt das Helmholtz-Gymnasium am Känguru-Wettbewerb teil. Der mathematische Multiple-Choice-Wettbewerb findet jährlich statt und soll die mathematische Bildung unterstützen, die Freude an der Beschäftigung mit Mathematik wecken und festigen sowie durch das Angebot an interessanten Aufgaben die selbstständige Arbeit und die Arbeit im Unterricht fördern.


 

2004

Ab diesem Schuljahr werden im Rahmen eines NRW-weiten Schulprojektes erstmals die Cambridge-Sprachprüfungen für das FCE (First Certificate in English) und das PET (Preliminary English Test) am Helmholtz-Gymnasium durchgeführt. Besonders gute SchülerInnen können sich zusätzlich für das Certificate in Advanced English (CAE) anmelden. Die Cambridge-Zertifikate werden in der Wirtschaft und an Universitäten national und international als Sprachnachweis anerkannt und bestätigen sichere mündliche und schriftliche Sprachkenntnisse.

 

2006

Das Helmholtz-Gymnasium wird Partnerschule des DFB. Ziel dieser Kooperation ist die optimale Entwicklung junger Fußballtalente in ihrer Sportart im schulischen Umfeld. Die Schule ist eines von vier Gymnasien in OWL, die mit dem DFB kooperieren. Talentierte Schülerinnen und Schüler, die vom DFB-Stützpunkt in Steinhagen empfohlen werden, erhalten pro Woche ein zweistündiges Zusatztraining direkt am Helmholtz.

 

2007

Ein bedeutender Meilenstein für die Industrie- und Handelskammer war die Vermittlung der 50. Kooperation, die zwischen Schüco und dem Helmholtz-Gymnasium im Jahr 2007 geschlossen wurde.

 

2008

Der Luttergarten am Helmholtz-Gymnasium wird angelegt. Er ist ein mobiler ökologischer Gemüsegarten für Alt und Jung. Mobil ist er deshalb, weil dort ökologisches Gemüse in Kübeln auf Rädern wächst und von Schülerinnen und Schülern, älteren Menschen und allen, die Freude am Mitmachen haben, bewirtschaftet wird.

 

2009

Die seit einigen Monaten ausgebildeten und eingesetzten Sporthelfer bieten die „Bewegte Pause“ nicht mehr mit Materialien aus dem Bollerwagen an, sondern erhalten ein eigenes, wetterfestes Holzhäuschen neben dem Luttergarten.

 

2010

Als Anerkennung des jahrelangen erfolgreichen Abschneidens beim Schülerwettbewerb „Jugend forscht“ erhält das Helmholtz-Gymnasium den Schulpreis.

Initiiert durch die Schülervertretung erlangt die Schule die Auszeichnung "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage". Im Zuge dessen wird aktiv gegen Diskriminierung, Gewalt und Mobbing an der Schule vorgegangen, indem jährlich mindestens eine von der SchülerInnenvertretung (SV) organisierte Aktion sowohl zur Aufklärung als auch Sensibilisierung für gruppenspezifische Ausgrenzung veranstaltet wird. Ziel ist ein sicheres und angenehmes Klima, in der Schule beizubehalten unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Religion und Glaube, Kultur, Sexualität, Aussehen, körperlicher oder geistiger Einschränkungen etc.


 

2011

Das Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) des DSC Arminia Bielefeld und das Helmholtz-Gymnasium gehen eine Kooperation ein. Als „Eliteschule des Fußballs“ wird den Schülern, die bei Arminia spielen, eine optimale Förderung und Hilfe ermöglicht, um mit der Doppelbelastung Schule/Leistungssport umzugehen.

Unter der Federführung des Helmholtz - Gymnasium wird nun jährlich eine Schülerakademie Mathematik (SAM-OWL) für begabte SchüleriInnen des 8. Jahrgangs aus dem Regierungsbezirk angeboten.

 

2012

Gründung des Schulsanitätsdienstes (SSD) in Kooperation mit dem Deutschen Roten Kreuz: Im Rahmen des SSDs übernehmen während der großen Pausen, dafür zusätzlich in Kursen ausgebildete SchülerInnen bei kleineren Verletzungen, Unfällen oder plötzlichen Erkrankungen in der Schule die Betreuung und Erste Hilfe bis zur Besserung der Beschwerden oder dem Eintreffen eines Arztes bzw. Rettungsdienstes. Zudem haben jeweils zwei SchulsanitäterInnen eine Rufbereitschaft während der ersten sechs Schulstunden. Im Ernstfall können sie so über das Mobiltelefon des Schulsanitätsdienstes umgehend kontaktiert werden und schnell zum Einsatzort gelangen.

 

2014

Das Helmholtz-Gymnasium ist Ausrichter der Landesrunde der Mathematikolympiade. Im Februar schreiben 350 Schülerinnen und Schüler aus ganz NRW zunächst mehrstündige Mathematikklausuren und nehmen am Nachmittag an einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm teil. Vier Wochen später findet die Siegerehrung im neuen Rathaus statt.

Auch Schülerinnen und Schüler des Helmholtz-Gymnasiums nehmen seit mehreren Jahren regelmäßig an der Mathematik-Olympiade teil und haben teilweise sogar die internationale Ebene erreicht. Seit 2010 findet zudem die Regionalrunde der Olympiade jährlich im Helmholtz-Gymnasium statt.

 

2015

Die erfolgreiche Arbeit des Luttergartens führt dazu, dass das Helmholtz-Gymnasium auf der „Klimawoche Bielefeld“ zur Pilotschule mit dem Titel „Aktion Klima! mobil – Beteiligung, Klimaschutz, Vernetzung“ ausgerufen wird.

 

2016

Unter dem Namen NRW-Sportschule Bielefeld-Herford arbeitet das Helmholtz-Gymnasium im Verbund mit der Theodor-Heuss-Realschule in Sennestadt und dem Königin-Mathilde-Gymnasium in Herford. Der Sportschulverbund setzt auf eine enge Verknüpfung leistungssportlicher Ziele im Rahmen des Bildungs- und Erziehungsauftrags der jeweiligen Schulform. Aufgabe ist es, sportlich talentierte Kinder und Jugendliche pädagogisch zu fördern sowie inhaltlich und organisatorisch zu unterstützen, so dass sie auch unter der Doppelbelastung durch schulische Anforderungen und Training ihre Ziele erreichen können.

 

 

nach: Kranzmann, G.: Eine Schule für die Industriestadt. (in: Wir vom Helmholtz. Eine Festschrift.)
Ergänzungen nach: F. Bratvogel, Th. Neidhardt, A. Barner, J. Held