Natürlich bin ich stark! - Theaterpädagogisches Projekt (JG 7)

 

Der Weg vom Kind- zum Erwachsensein ist nicht immer ganz leicht. Er kostet viel Kraft. Der Körper und der Geist entwickeln sich anscheinend in unterschiedlichen Geschwindigkeiten, so dass man sich in seiner eigenen Haut fremd fühlt. Zudem scheinen alle anderen cooler zu sein als man selber und die peinlichsten Eltern der Welt hat man auch noch abbekommen. Viele Jugendliche sind unsicher in ihrem Verhalten und in der Bewertung, was für sie selber gut beziehungsweise schlecht ist. Zudem spielen gruppendynamische Prozesse in diesem Alter eine ganz entscheidende Rolle. Man möchte schließlich dazu gehören. 


Das theaterpädagogische Projekt "Natürlich bin ich stark!", das von Anna Pallas und Reinhard Gesse entwickelt worden ist, möchte die Jugendlichen in ihrem Selbstwertgefühl stärken, so dass sie sich nicht von außen unter Druck setzen lassen und womöglich vermeintliche Lösungen im Konsum von Suchtmitteln suchen. Es handelt sich somit um ein Programm zur Prävention von Suchtverhalten und Drogenmissbrauch.


Das Projekt ist so angelegt, dass eine Schauspielerin und ein Schauspieler für 3 Schulstunden, im Abstand von je einer Woche, in die einzelnen Klassen der Jahrgangsstufe 7 kommen und interaktive Szenencollagen vorstellen. Jede Szene fußt auf alltäglichen Situationen, die einen Einstieg in ein Suchtverhalten darstellen können. In Gesprächen werden Handlungsalternativen entwickelt, die anschließend schauspielerisch umgesetzt werden. In den Orientierungsstunden wird das Gesehene und Gehörte im Klassenverband weiter aufgearbeitet.


Das Projekt wird am Helmholtz-Gymnasium gemeinsam mit der Fachstelle für Suchtvorbeugung, dem Kriminalkommissariat Vorbeugung des Polizeipräsidiums Bielefeld und der theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück durchgeführt und von der Stiftung der Sparkasse Bielefeld dankenswerterweise finanziert, so dass für die Eltern keine Kosten entstehen.


Um das Projekt näher vorzustellen, gibt es jedes Jahr eine zentrale Sichtveranstaltung durch die Veranstalter, zu der Eltern wie Lehrer herzlich eingeladen sind. Dort werden die Szenen, die die zentralen Elemente dieser Maßnahme sind, vorgespielt und  erläutert . Außerdem gibt es die Möglichkeit, mit den Schauspielern ins Gespräch zu kommen, Fragen zu klären und Anregungen zu geben. 


Weitere Informationen finden sich auf der Seite der Theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück, die das Projekt durchführt.

 

http://www.tpw-osnabrueck.de