Das Methodencurriculum der 5. und 6. Jahrgangsstufe umfasst die methodischen Schwerpunkte "Lernen und Behalten" sowie "Texte lesen - Markieren und Strukturieren".

 

Jahrgangsstufe 5:

Der Methodentag "Lernen und Behalten" der 5. Klassen knüpft an die in der Grundschule vermittelten Lernstrategien an und erweitert diese mit hilfreichen Tipps und Strategien. Bereich Zeitplanung, Hausaufgabenorgnisation, Klassenarbeitsvorbereitung und Heftführung. In den Orientierungsstunden werden in Anknüpfung an den Methodentag folgende Schwerpunkte im Bereich "Lernen lernen" gelegt:

 


Methodentag Klasse 5

Schwerpunkt: Das Lernen lernbar machen: Effektiver Lernen und Behalten 

Umfang:

5-6 Unterrichtsstunden

Ziele:

 

Lernspirale:

Im Anschluss an den Methodentag werden die Lerntipps und Lerntypentestungen genutzt, um das Basistraining (Hausaufgaben, Vorbereitung auf Klassenarbeiten, Heftführung, Zeitplanung) zu stützen. 

Kooperative Lernformen / Sozialer Trainingsschwerpunkt:

 

Ablauf:

 

Zeit

Inhaltliche Schwerpunkte

SF

Materialien

1./2. Stunde

10´

 

Begrüßung und Vorstellen des inhaltlichen Schwerpunktes des Methodentages

Vorstellen des Sozialen Trainingsschwerpunktes (30-40 cm –Stimme)

Gruppentische stellen lassen (Schwerpunkt: Lautstärke, Mithilfe, Vorsicht)

LV

Plakat (30–Stimme)

10´

Problemaufwurf anhand von drei Zielscheiben:

  1. Zielscheibe: Mit Spaß und Freude zu lernen fällt mir eher leicht ---- schwer
  2. Zielscheibe: Gelerntes längerfristig zu behalten fällt mir eher leicht ---- schwer
  3. Zielscheibe: Regelmäßig zu üben und zu wiederholen fällt mir eher leicht ---- schwer

ð     Schaue dir die Zielscheibe genau an und markiere mit Hilfe eines Klebepunktes, ob dir die jeweilige Anforderung eher leicht (Mitte der Zielscheibe) oder eher schwer fällt (Abstufungen)

ð     Kurze Auswertung der Ergebnisse im Plenum

 

EA

 

 

 

 

 

UG

Zielscheibenplakate

Klebepunkte/ Stifte

70´

Problemorientierte Karikaturen-Rallye in Anknüpfung an Zielscheiben:

-         Methode der Karikaturen-Rallye erklären

-         Gruppeneinteilung nach dem Zufallsprinzip (Namen aus Tüte ziehen lassen)

-         Durchführung der Karikaturen-Rallye in zwei Schritten:

·        Gruppen gehen durch den Raum und verweilen für je 2´ vor einem Plakat, um das Thema und die Aussage der Karikatur nach einem bestimmten Fragenkatalog (1. Welches Lernproblem spricht die Karikatur an? 2. Wie sehen die entsprechenden Erfahrungen der Gruppenmitglieder aus? 3. Wie kann man das besagte Problem lösen), nach den besagten 2´ gehen die Gruppen im Uhrzeigersinn weiter, bis alle Gruppen alle Karikaturen kurz besichtigt haben

·        Nach dem Rundlauf darf der / die Jüngste der Gruppe eine Karikatur (klein kopiert als Karte) ziehen. Die Gruppe soll das jeweilige Lernproblem mit zentralen Begriffen benennen und Lerntipps erstellen, mit denen man diesem Problem begegnen kann. Folgende Vorgehensweise anhand eines Arbeitsblattes:

    1. Benennt möglichst genau das auf dem Bild dargestellte Problem, das beim Lernen auftauchen kann.
    2. Achtung Einzelarbeit: Jeder/Jede aus eurer Gruppe notiert drei Lerntipps, wie man dem Problem begegnen kann.
    3. Achtung Gruppenarbeit (30-40cm Stimme!!!): Einigt euch in eurer Gruppe auf die vier wichtigsten Tipps.
    4. Schreibt auf die bereitgestellten Karteikarten je einen Lerntipp.

-         Präsentation der Ergebnisse, indem die Gruppe (Gruppensprecher ist der Älteste) das auf der Karikatur thematisierte Problem noch einmal benennt und die Lerntipps erläutert. Anheften der Lerntipps unter dem Plakat

IDEE: Klippert, Methodentraining

 

 

 

 

GA

 

 

 

 

 

EA

GA

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Plakate mit Karikaturen, Arbeitsblätter,

Karteikarten, Stifte

 

 

Große Pause

danach: Muntermacher – Energizer (5´)

 

 

3. Std.

Lerntypentest:

Kurze Erklärung durch den Lehrer

 

LV

 

40´

Durchführung des Lerntypen-Test (nach Vesper) => HÖREN, LESEN, SEHEN wegen Vorbereitungsintensität FÜHLEN außer Acht lassen, nur erwähnen.

Intention: Die SuS sollen erfahren über welche Kanäle sie sich Wissen aneignen und dabei erkennen, dass sie mit allen Sinnen lernen, aber bei jedem/jeder unterschiedliche Gewichtungen vorhanden sind. So erfahren SuS die Notwendigkeit des ganzheitlichen Lernens.

WICHTIG: Die Ergebnisse sind nur für den jeweiligen Schüler interessant und entscheidend. Er soll etwas über sich erfahren, Konkurrenzdenken (Wer hat die meisten Punkte) unbedingt vermeiden.

-         Durchführung (siehe „Fundgrube für den Klassenlehrer“)

-         Persönliche Auswertung (Diagramm), eventuell Erläuterung

-         Anknüpfung an bereits formulierte Lerntipps: Wie können wir die Tipps ergänzen? Notieren auf weiteren Karteikarten.

 

EA

 

 

 

 

 

 

 

UG

Vielfältige Materialien:

Bild- und Wortkarten, Diagrammbögen für Schüler, Karteikarten

 

5´- Pause

 

 

4./5.Std.

Arbeit an einem Fallbeispiel:  JENS in den Lerntipps-Gruppen

Die Gruppen lernen Jens und seine Lernschwierigkeiten kennen. Der Text macht deutlich, dassJens sein Lernverhalten ändern muss.

  1. Zusammensetzen in den Gruppen
  2. Anhand eines Arbeitsblattes Lernschwierigkeiten benennen und Lerntipps formulieren
  3. Rollenspiel vorbereiten: Beratung vorspielen durch befreundeten Schüler und Lehrer, Rollenkarten entwickeln.
  4. Rollenspiel in der Klasse durchführen, Lehrer spielt Jan

 

 

GA

 

 

 

 

 

PL

Arbeitsblätter

Rollenkarten

6. Std.

Lernvorsätze fassen:

EA (10´): Arbeitsblatt mit folgenden Reflektionsfragen:

-         Was fand ich heute besonders interessant?

-         Was habe ich heute über mich gelernt?

-         Welche Lernvorsätze fasse ich nach dem heutigen Tag für die Zukunft?

-         Was möchte ich gerne ändern?

 

PA (10´): Zuhörbogen

-         PA nach Zufallprinzip auswählen, dem jeweiligen Partner seine Ideen vorstellen, dieser macht sich Notizen

P(10): Vorsätze des Partners vorstellen

EA-PA-PL

Arbeitsblätter

 

 

 Jahrgangstufe 6:

Neben den Schwerpunkten der beiden Methodentage legen wir in der 6. Jahrgangsstufe im Bereich "Lernen lernen" ein besonderes Augenmerk auf die mündliche Mitarbeit im Unterricht. Hier sollen den Schülerinnen und Schülern Möglichkeiten vorgestellt werden, ihre aktive Mitarbeit im Unterricht zu verbessern. Darüber hinaus werden die Arbeitsschwerpunkte aus der fünften Jahrgangsstufe wiederholt und im Sinne einer Lernspirale durch fachmethodische Aspekte erweitert.

 

 


Methodentag Klasse 6 

Schwerpunkt: Sachtexte lesen und verstehen – Lesetechniken, Markieren und Strukturieren 

 

 Referenzfach: Geschichte – Griechenland und die Olympischen Spiele

 

 

 

Umfang:

Insgesamt 6 Unterrichtsstunden, aufgeteilt in 2x3 Stunden

 

Ziele:

·        Effektiv lesen können (Markierungsregeln erarbeiten und anwenden, Schlüsselbegriffe erkennen, Texte gliedern, Überschriften finden, Fragen entwickeln können)

·        Fünf-Gang-Lesetechnik einführen

·        Textinformationen auswerten und in Mindmaps zusammenfassen

 

Lernspirale:

Im Anschluss an die Methodentage  werden die erworbenen Fertigkeiten und Fähigkeiten im Fachunterricht (Begleitfächer Geschichte, Deutsch) geübt, gesichert und weiterentwickelt.

 

Kooperative Lernformen / Sozialer Trainingsschwerpunkt:

-  30 cm Stimme

-  Think-Pair-Share

-  Partnerkorrekturverfahren im Doppelstuhlkreis

 

Teil I: Markieren und  Strukturieren

 

Zeit

Inhaltliche Schwerpunkte

SF

Materialien

1./2. Stunde

10´

 

 

Begrüßung und Vorstellen des inhaltlichen Schwerpunktes des Methodentages

Vorstellen des Sozialen Trainingsschwerpunktes (30-40 cm –Stimme)

Gruppentische stellen lassen (Schwerpunkt: Lautstärke, Mithilfe, Vorsicht, Zeit)

 

 

LV

 

 

Plakat (30-Stimme)

10´

Problemaufwurf

Zielscheibenverfahren im Raum: Die SuS positionieren sich in Form einer Zielscheibe.

 

Impuls: Wem es von euch leicht fällt, Sachtexte zu lesen und Informationen aus Sachtexten zu behalten, der stellt sich nah zu mir. Je größer eure Schwierigkeiten sind, desto weiter stellt ihr euch von mir weg.

 

·        SuS begründen ihre Position, sagen welche Techniken und Methoden sie kennen, was ihnen leicht fällt und was nicht.

·        Ein Kollege protokolliert das Genannte (siehe Anlage).

 

 

 

 

 

UG

Protokollbogen

45´

 Markierungsregeln erarbeiten

 

  1. Austeilen eines fehlerhaft und unübersichtlich markierten Textes (Wie der Name Athen entstand)
  2. Erarbeiten von Markierungstipps mit der Think-Pair-Share Methode (Arbeitsblatt: EA-PA-GA): Zeitvorgaben beachten!
  3. Gruppen kleben ihre Karteikarten an die Tafel: Überschrift „Markierungsregeln“, Vorgehensweise: 3-4 Gruppen kleben ihre Tipps an die Tafel; Mehrfachnennungen sind erwünscht, um Relevanz der Regel zu unterstreichen; nach der 4. Gruppe nur noch neue Aspekte ankleben lassen (Zeit!)
  4. Sichern der Markierungsregeln anhand eines Arbeitsblattes: Vervollständige den Lückentext mit Hilfe der Markierungsregeln.
  5. Die Ergebnisbesprechung findet anhand einer Folie statt.
  6. Austeilen des Methodenblattes „Die 3-Stift-Methode“

 

 

 

 

 

T/P/S

 

 

SV

UG

 

 

 

 

Karteikarten

Stifte

Klebestreifen

Arbeitsblatt 1

Folie

 

35´

 

Markierungsregeln anwenden

 

  1. Austeilen des Arbeitsblattes „Ein Rundgang durch das antike Athen“
  2. EA: Stationen der Stadtführung markieren und Weg der Stadtführung einzeichnen (PA-Korrektur)
  3. EA: Fragen zum zugeteilten Textabschnitt entwickeln
  4. Fragen einsammeln, ziehen lassen
  5. Fragen anhand der Unterstreichungen beantworten

 

 

Arbeitsblatt

Gelbe DinA5 Zettel

Oder Arbeitsblatt 2a

 

Große Pause

danach: Muntermacher – Energizer (5´)

 

 

 

 

 

Reflexion des Methodentages:

ð     auf 2 Ebenen:

                       

a) Methodentag insgesamt: Evaluation anhand von drei Zielscheiben

  1. Ich habe gerne mit den Materialien gearbeitet.
  2. Ich kann neue Lesetechniken anwenden.
  3. Ich finde den Wechsel zwischen Einzel- , Partner- Gruppenarbeit gelungen.

 

b) persönliche Reflexion:

  1. Notiere auf den grünen Zetteln, was dir an dem Methodentag gefallen hat.
  2. Notiere auf dem roten Zettel, was dir an dem Methodentag nicht gefallen hat.
  3. Notiere auf dem gelben Zettel, welche Methoden du weiterhin im Unterricht anwenden willst. 

Achtung: Auf rote und grüne Zettel nicht den Namen schreiben, anonyme Abfrage! Gelbe Zettel zur persönlichen Reflexion.

 

 

 

 

 

Zielscheiben

 

 

 

 

 

 

Rote, grüne und gelbe Zettel

 


 

Teil II: 5-Schritt- Lesemethode

Zeit

Inhaltliche Schwerpunkte

SF

Materialien

1./2.Std.

60`

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


30´

 

 

5-Schritt-Lesemethode (hier braucht man die 3-Stift-Markiermethode), Arbeitsblatt 3: Die olympischen Spiele – 5-Gang-Lesetechnik

Arbeitsaufträge:

  1. Überfliege den Text und überlege, worum es in dem Text geht. Finde eine passende Überschrift. Unbekannte Wörter oder Wendungen kannst du mit dem Bleistift unterstreichen (40sec.)
  2. Überlege, welche Fragen dir der Text beantworten soll und notiere diese auf dem Arbeitsblatt.
  3. Markiere bei deinem zweiten, gründlichen Lesen Schlüsselwörter, die Antworten auf deine Fragen geben.
  4. Teile den Text in Sinnabschnitte ein und gib den einzelnen Abschnitten zusammenfassende Überschriften.
  5. Fasse die wichtigsten Informationen des Textes in Form einer Mind-Map zusammen.

 

Besprechung der Mindmaps im Doppelstuhlkreis:

  1. Sitzordnung auflösen, SuS halten nur ihre Mindmaps in der Hand
  2. SuS des Außenkreis stellen SuS des Innenkreis ihre Mindmaps vor, kurze Bewertung der Mindmaps durch PA
  3. SuS rücken einen Stuhl weiter, SuS des Innenkreises stellen SuS des Außenkreises ihre Mindmaps vor, kurze Bewertung der Mindmaps durch Partner.

 

Regeln der 5-Gang-Lesemethode sichern

Durcheinander geworfenen Schritte ausschneiden, in richtiger Reihenfolge auf AB kleben.

 

 

 

EA

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

PA/SV

 

 

Arbeitsblätter

Kleber

Schere

Textmarker

Bleistift

Fineliner

Arbeitsblatt 5

 

Große Pause

Danach: Muntermacher / Enegizer (5´)

 

 

3.Std.

 

 

 

20´

 

 

 

 

 

 

10´

 

 

Reflexion des Methodentages auf 2 Ebenen:

                       

a) Methodentag insgesamt: Evaluation anhand von drei Zielscheiben

  1. Ich habe gerne mit den Materialien gearbeitet.
  2. Ich kann neue Lesetechniken anwenden.
  3. Ich finde den Wechsel zwischen Einzel- , Partner- Gruppenarbeit gelungen.

 

b) persönliche Reflexion:

  1. Notiere auf den grünen Zetteln, was dir an dem Methodentag gefallen hat.
  2. Notiere auf dem roten Zettel, was dir an dem Methodentag nicht gefallen hat.
  3. Notiere auf dem gelben Zettel, welche Methoden du weiterhin im Unterricht anwenden willst.

 

Achtung: Auf rote und grüne Zettel nicht den Namen schreiben, anonyme Abfrage! Gelbe Zettel zur persönlichen Reflexion.

 

 

rote, grüne, gelbe Zettel, Zielscheiben